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Alleinverdiener
Alleinerzieherabsetzbetrag

Alleinverdiener Absetzbetrag aE30 ab 2011

 

Begriff „Alleinverdiener“ und „Alleinerzieher“

Alleinverdiener ist ein Steuerpflichtiger mit mindestens einem Kind, der mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet und von seinem unbeschränkt steuerpflichtigen Ehegatten oder eingetragenem Partner nicht dauernd getrennt lebt oder der mehr als sechs Monate mit einer unbeschränkt steuerpflichtigen Person in einer Lebensgemeinschaft lebt.

Voraussetzung ist, dass der (Ehe-)Partner Einkünfte von höchstens € 6.000 jährlich erzielt. Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht nur einem der (Ehe-)Partner zu. Erfüllen beide Partner die Vorraussetzungen für den Alleinverdienerabsetzbetrag, so steht er demjenigen (Ehe-)Partner zu, der die höheren Einkünfte hat. Haben beide gleich hohe Einkünfte, so steht der Alleinverdienerabsetzbetrag dem haushaltsführenden (Ehe-) Partner zu.

 

Hinweis:

(Ehe-)Partner im Sinne dieses Gesetzes sind jene Personen, welche mit der Steuerpflichtigen Person verheiratet sind oder mit mindestens einem Kind in einer Lebensgemeinschaft leben. Einem (Ehe-)Partner ist gleichzuhalten, wer in einer eingetragenen Partnerschaft lebt.

Kinder im Sinne dieses Gesetzes sind jene, für die dem Steuerpflichtigen oder seinem (Ehe-)Partner für mehr als sechs Monate ein Kinderabsatzbetrag zusteht.

 

Ein Kinderabsetzbetrag steht einem Steuerpflichtigen zu, dem Familienbeihilfe auf Grund des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967 gewährt wird. Für Kinder, die sich ständig im Ausland aufhalten steht kein Kinderabsetzbetrag zu.

Alleinerzieher ist ein Steuerpflichtiger, der mit mindestens einem Kind mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer Gemeinschaft mit einem (Ehe-)Partner lebt.

 

Ermittlung der Jahreseinkünfte (des Partners) für den Alleinverdienerabsetzbetrag

Maßgebend für die Ermittlung ist der Gesamtbetrag aller Einkünfte. Von den tatsächlich erzielten Einnahmen sind die Werbungskosten, mindestens der Werbungskostenpauschalbetrag von 132 in Abzug zu bringen.

Bei der Ermittlung der Jahreseinkünfte bleiben steuerfreie Einkünfte (z.B. sonstige Bezüge gem. § 67 Abs 1 bis zur Freigrenze von € 2.100 und Zuschläge gem. § 68) außer Ansatz. Ausgenommen davon sind steuerfreie Bezüge gem. § 3 Abs 1 Z 4a (Wochengeld nach dem Mutterschutzgesetz und vergleichbare Bezüge aus der gesetzlichen Sozialversicherung sowie dem Grunde und der Höhe nach gleichartige Zuwendungen aus den Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbstständig Erwerbstätigen), Z 10 und 11 (begünstigte Auslandstätigkeit und Bezüge der Fachkräfte der Entwicklungshilfe) sowie auf Grund zwischenstaatlicher Vereinbarungen steuerfreie Einkünfte.

Einkünfte des (Ehe)Partners aus Kapitalvermögen (z.B. Zinsen, Aktiendividenden) sind zu berücksichtigen, auch wenn sie endbesteuert sind.