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Pendlerpauschale

 

Allgemeines

Grundsätzlich werden sämtliche Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht jedoch auch der Anspruch auf das kleine ODER große Pendlerpauschale. Dieser Anspruch ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Bestimmte Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz
  • Möglichkeit/Zumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel
  • Zeitliches Überwiegen im Lohnzahlungszeitraum

Das Pauschale vermindert die Lohnsteuerbemessungsgrundlage und von dieser wird dann die Steuer neu errechnet.

Hat die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer mehrere Wohnsitze, so ist die Entfernung zum nächstgelegenen Wohnsitz maßgebend (auch, wenn es sich hierbei um eine eigene Schlafstelle handelt).

In zeitlicher Hinsicht steht ein Pendlerpauschale nur dann zu, wenn in einem Kalendermonat an mehr als zehn Tagen (z.B. Teilzeitarbeit) die Strecke Wohnung/Arbeitsplatz/Wohnung zurückgelegt wird. Dabei werden Urlaub oder Krankenstand nicht berücksichtigt.

Achtung:

Falls der Urlaub oder Krankenstand einen Lohnzahlungszeitraum (z.B. einen Kalendermonat) dauert, sind die Verhältnisse des vorangegangenen Lohnzahlungszeitraums maßgebend. Das Pendlerpauschale steht grundsätzlich auch bei Karenzurlaub zu – nur bei ganzjährigem Karenzurlaub besteht grundsätzlich kein Anspruch.

Hinweis: Die tatsächliche Benützung des Kraftfahrzeugs muss nicht nachgewiesen werden.


Kleines Pendlerpauschale

Das kleine Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz mindestens 20 Kilometer von der Wohnung entfernt ist und denen die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist:

 
EntfernungBetrag/Monat
ab Juli 2008 - 2010
Betrag/Monat
2011
ab 20 km 52,50 Euro 58,00 Euro
ab 40 km 103,50 Euro 113,00 Euro
ab 60 km 154,75 Euro 168,00 Euro

Großes Pendlerpauschale

Das große Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, deren Arbeitsplatz mindestens zwei Kilometer von der Wohnung entfernt ist, denen aber die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht möglich oder nicht zumutbar ist:

 
EntfernungBetrag/Monat
ab Juli 2008 - 2010
Betrag/Monat
2011
ab zwei km 28,50 Euro 31,00 Euro
ab 20 km 113,00 Euro 123,00 Euro
ab 40 km 196,75 Euro 214,00 Euro
ab 60 km 281,00 Euro 306,00 Euro

 

Die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist dann nicht zumutbar, wenn

  • zumindest auf dem halben Arbeitsweg kein öffentliches Verkehrsmittel oder nicht zur erforderlichen Zeit verkehrt (z.B. Nachtarbeit),
  • eine dauernde starke Gehbehinderung vorliegt und die Behinderte/der Behinderte einen Ausweis gemäß § 29b StVO (Straßenverkehrsordnung) besitzt
  • die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer folgende Wegzeiten für eine einfache Wegstrecke überschreitet:
    • unter 20 km: 1,5 Stunden
    • ab 20 km: 2 Stunden
    • ab 40 km: 2,5 Stunden

Die Wegzeit umfasst die Zeit vom Verlassen der Wohnung/Arbeitsstätte bis zum Arbeitsbeginn/Ankunft in der Wohnung und beinhaltet

  • die Geh- oder Anfahrtszeit zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrsmittels,
  • die Fahrzeit mit diesem und
  • etwaige Wartezeiten.

Hinweis: Bei unterschiedlich langen Wegzeiten für die Hin- oder Rückfahrt gilt die längere Wegzeit. Stehen verschiedene öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, ist immer von der Benützung des schnellsten Verkehrsmittels auszugehen (z.B. Eilzug statt Autobus).


Beantragung

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Pendlerpauschale zu beantragen:

Achtung:

Wurde das Pendlerpauschale bei der Arbeitgeberin/beim Arbeitgeber in unrichtiger Höhe in Anspruch genommen, ist eine Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen.

Stand: 01.01.2011